Nicaragua Tourismus Informationen
Allgemeine Reiseinformationen zum Reiseziel Nicaragua / Reiseführer
Sprache
Grundkenntnisse im Spanischen sind in Nicaragua unerlässlich. Nur vereinzelt kann man sich auch mit Englisch notdürftig behelfen.
Geld / Kreditkarten
Euros werden nicht akzeptiert und bisher auch nur bei einer Bank (BAC) umgetauscht, dies jedoch auch nur bei Hinnahme eines deutlichen Kursverlustes. Es empfiehlt sich daher die Mitnahme von US-Dollar in bar.
Kreditkarten (Visa und Mastercard) werden in vielen Hotels, Supermärkten und Lokalen akzeptiert, gelegentlich kann es jedoch zu Problemen bei der Liquiditätsabfrage kommen. Da es in letzter Zeit mehrmals zu Klonen einer Kreditkarte gekommen ist, ist es empfehlenswert, diese immer im Auge zu behalten und evtl. die Bedienung zur Kasse zu begleiten.
Es sollte immer auch Bargeld - US-Dollar in kleiner Stückelung, auf mehrere Stellen verteilt - mitgeführt werden. Dabei sollten verschiedene Möglichkeiten, wie Brustbeutel, Geldgürtel, Geldbörse etc. gleichermaßen genutzt werden.
US-Dollar können in Banken, Wechselstuben ("Casas de Cambio"), in großen Supermärkten („La Colonia“ und „La Union“) beim Kauf (auch von Kleinigkeiten) sowie an der Rezeption größerer Hotels umgetauscht werden
An Geldautomaten in allen größeren Städten kann Bargeld unter Nutzung der Kreditkarten Mastercard und Visa abgehoben werden.
Mit der EC-Karte können an einigen Geldautomaten (Tankstellen, Einkaufszentren, Banken) kleinere Beträge in US-Dollar oder Córdobas ausgezahlt werden.
Um im Verlustfall schnell handeln zu können, sollte man sich die Nummern der Kreditkarten - sowie die jeweiligen Telefonnummern der Ausgabeorganisationen - separat notieren.
Eine sehr schnelle und sichere Geldversorgung ist im Notfall durch "Western-Union-Money Transfer" über die Reise-BANK AG oder die Post in Deutschland möglich (Service-Nr. in Deutschland: 0180-522 58 22; Fax Info Service: 0190-58 52 52).
Sonstige Hinweise
Landesweit operieren Canopy-Anlagen (angeseilte Besucher werden in großer Höhe an Stahlseilen katapultiert), bei denen es immer wieder zu schweren Unfällen gekommen ist. Die Benutzung dieser Anlagen ist riskant, da es keine technische Überwachung gibt.
Reisende sollten sich auch bei der nicaraguanischen Botschaft in Berlin (Embajada de la República de Nicaragua, Joachim-Karnatz-Allee 45, 2. OG, 10557 Berlin, Tel.: 030-2064380, Fax: 030-22487891, E-Mail: embajada.berlin@embanic.de) sowie später am Grenzübergang über mögliche aktuelle Gefahren und Reisehindernisse erkundigen.
Bei längerem Aufenthalt in Nicaragua (Job, Praktikum, Freiwilligeneinsatz, Studium etc.) sollte die Möglichkeit wahrgenommen werden, sich im Verzeichnis der Auslandsdeutschen https://service.diplo.de/elefand/registration.do zu registrieren.
Für Dritte bestimmt Briefe, Päckchen etc. sollten auf keinen Fall außer Landes gebracht werden.
Frische Lebensmittel dürfen nicht nach Nicaragua eingeführt werden.
Zur Vorsicht wird bei Querfeldeinwanderungen und beim Baden durch verschiedene gefährliche Tiere (Schlangen, Insekten, Rochen etc.) und Pflanzen geraten.
Einreisebestimmungen
Visum
Für touristische Reisen von bis zu 90 Tagen ist kein Einreisevisum erforderlich. Bei der Einreise wird jedoch der Erwerb einer Touristenkarte verlangt. Diese kostet derzeit 5,00 US-Dollar.
Die maximale visafreie Aufenthaltsdauer beträgt 3 Monate. Eine Verlängerung kann bei der nicaraguanischen Einwanderungsbehörde beantragt werden. Die bei Antragstellung vorzulegenden Unterlagen hängen vom Einzelfall ab. In der Regel werden zumindest folgende Unterlagen verlangt: Geburtsurkunde, Führungszeugnis des letzten Aufenthaltsstaates in legalisierter Form mit spanischer Übersetzung sowie eine Kaution in Höhe der Kosten eines Rückflugtickets (ca. 1.000,00 US-D).
Reisedokumente
Deutsche Touristen benötigen zur Einreise nach Nicaragua ihren deutschen Reisepass. Der deutsche Kinderausweis und der Kinderreisepass werden anerkannt. Es wird empfohlen, den Kinderausweis auch bei Kindern unter 10 Jahren mit einem Lichtbild versehen zu lassen. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines mitreisenden Elternteils ist gleichermaßen ausreichend.
Alle Einreisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Minderjährige, die nicht in Begleitung beider Elternteile reisen, sollten -um Schwierigkeiten von vorne herein zu vermeiden- eine notariell beglaubigte und in die spanische Sprache übersetzte Genehmigung der Sorgeberechtigten mit sich führen. Alleinerziehende sollten einen Sorgerechtsnachweis mit sich führen.
Reisen über die USA
Bitte beachten Sie die Einreisebestimmungen für die USA
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Auskünfte zur Einreise können Ihnen nur die Auslandsvertretungen des jeweiligen Ziellandes erteilen.
Besondere Zollvorschriften
Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, Fleisch- und Wurstwaren sowie von Milchprodukten ist verboten. Aufgrund von BSE und Maul- und Klauenseuche in Europa gibt es verstärkte Kontrollen bei der Einreise.
Da sich die Zollbestimmungen oft schnell ändern, wird empfohlen, vor der Abreise Kontakt mit der nicaraguanischen Botschaft in Berlin aufzunehmen (Embajada de la República de Nicaragua, Joachim-Karnatz-Allee 45, 2. OG, 10557 Berlin, Tel.: 030-2064380, Fax: 030-22487891, E-Mail: embajada.berlin@embanic.de.
Besondere strafrechtliche Vorschriften
Drogenbesitz und Drogenkonsum sind strafbar.
Medizinische Hinweise
Impfschutz
Für Reisende aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Wenn Reisende aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet kommen, müssen sie allerdings bei der Einreise nach Nicaragua einen gültigen Impfschutz nachweisen, um eine Einschleppung zu vermeiden. Im Land selbst besteht kein Ansteckungsrisiko. Das Auswärtige Amt empfiehlt für Reisen nach Nicaragua außerdem einen Impfschutz gegen Hepatitis A, Tetanus, Polio und Diphtherie. Bei einem Langzeitaufenthalt sind auch Impfungen gegen Typhus , Hepatitis B, und Tollwut sinnvoll.
Malaria
In ländlichen Gebieten Nicaraguas, besonders an die Atlantikküste und in Sumpfgebieten gibt es ganzjährig ein mittleres Malariarisiko. Managua und die Stadtzentren sind malariafrei. Etwa 20 Prozent der registrierten Erkrankungen sind Malaria tropica (P. falciparum) Infektionen, 80 Prozent machen die weniger gefährliche Form durch P. vivax aus, Für die Malariaprophylaxe empfiehlt sich ein Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung, Verwendung von insektenabweisenden Mitteln und Mückennetze. Manchmal ist die Einnahme von Chloroquin (Resochin) sinnvoll, was vorher aber unbedingt mit einem Tropen- oder Reisemediziner besprochen werden sollte.
Dengue
Dengue-Fieber, eine von tagaktiven Mücken übertragene Virusinfektion ist in ganz Nicaragua, auch in der Hauptstadt Managua relativ häufig. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Schutz gegen Mückenstiche auch tagsüber.
Leishmaniose
Leishmaniose kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden ebenfalls durch Mücken übertragen. Deshalb hilft auch hier Schutz vor Mücken.
Leptospirose
Gelegentlich, besonders nach tropischen Wirbelstürmen, passieren Ausbrüche von Leptospirose, eine durch Nagetierausscheidungen (Ratten, Mäuse) über Hautwunden übertragene bakterielle Infektion der Leber, Nieren und Hirnhäute.
Sonstiges
Durchfallerkrankungen sind bei Reisenden relativ häufig. Es wird zur Vorsicht bei Trinkwasser, Eis sowie frischem Salat und Gemüse geraten.
Quelle: Auswärtiges Amt - keine Haftung für Aktualität und Vollständigkeit
Bitte beachten Sie ggf. die Reisewarnungen und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes auf unseren Seiten !
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