Sie sind hier: Touristik News / Reiseberichte / Perigord 2008 / Parks und Gärten 9
Freitag, 03. September 2010

Parks und Gärten - Seite 9

 

Der Ort La Roque Gageac und eine Flussfahrt auf der Dordogne in einer Gabare

Einen "Katzensprung" von den Gärten Marquessac und nur wenige Autominuten von Sarlat entfernt treffen wir auf einen ganz besonderen Ort unmittelbar am Ufer der Dordogne. Den Ort La Roque Gageac den man auch „die Wiege der Menschheit nennt“.

 

Bereits im 8.Jahrhundert lebten Menschen in den Felsüberhängen und Aushöhlungen der steilen Felswände um sich vor den angreifenden Normannen ( Wikingern) zu schützen.

 

 

Heute leben etwa 1300 Einwohner am Ufer

 

Der kleine Hafen des Ortes ist heute Ausgangspunkt für viele Kanuwanderer oder für eine der interessanten und lehrreichen Ausflüge auf einer Gabare.

 

Dies ist ein Schiff mit flachem Boden, den alten Transportschiffen des 18.und 19.Jahrhundert originalgetreu nachempfunden.

 

Auf einer 1-stündigen Bootsfahrt erlebt man auf  „Gabares Norbert“ (benannt nach dem Besitzer der Schiffe) eine Reise in die Vergangenheit.

 

Mittels Kopfhörer erfuhren wir in Deutscher Sprache Interessantes über die Geschichte, über Sehenswürdigkeiten und Begebenheiten am und in der Nähe des Flusses.

 

Bootsfahrten werden von Anfang April bis Anfang November angeboten. Neben der Geschichte, Flora and Fauna erreicht man hierbei die 5 schönsten Schlösser des Tal. So sehen wir vom Boot aus die hübsche ockerfarbene Häuserfront von La Roque Gageac. Wegen Hochwassergefahr leben die Menschen in der ersten Etage ihrer Häuser, in den ebenerdigen Räumen befinden sich Restaurants, Cafes und Ladengeschäfte.

 

Am Ortseingang steht noch heute ein altes Lepra Haus aus dem 14.Jahrhundert ( Lepra ist eine seit der Antike bekannte Infektionskrankheit ), welches ehemalige Angreifer abschreckte. Bis zum Bau der ersten Einbahnstrecke war die Dordogne die wichtigste Handelsader dieser Gegend. Eine alte Rampe, ein kleiner Hafen aus dem 14.Jahrhundert, erinnert an Zeiten zu denen Holz, Weine, Kastanien, Weizen, Roggen, Käse und Tierhäute auf dem Fluss transportiert wurden. Flussaufwärts musste getreidelt werden ( ziehen eines Bootes durch Menschenhand oder Ochsen ). Das treideln durch Menschenhand wurde im Jahre 1837 gesetzlich untersagt.

 

Von Souillac Flussabwärts brachte man Salz, Trockenfisch, Zucker und Kaffee ins Hinterland. 

 

Das Herrenhaus "Manoir de tarde" erinnert an die Zeit im 15. und 16. Jahrhundert als man das Dorf baulich verschönerte.

 

Text und Bilder (c)DTG-Media, Petra Gross

 

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite 

  Lesen Sie auf der vorherigen Seite