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Freitag, 03. September 2010

Parks und Gärten - Seite 8

Die hängenden Gärten von Marqueyssac

 

Hoch oben auf einem riesigen Kalksteinfelsen über dem Tal der Dordogne liegen die Gärten von Marqueyssac, auch bekannt als die „hängenden Gärten“.

Der unter Denkmalschutz stehende Privatgarten, einer der gelungensten Gartenanlagen des 19.Jahrhundert ist eng mit der bis ins 17.Jahrhundert zurückreichenden Familiengeschichte verbunden.

 

 

 

Die Geschichte der Marqueyssac beginnt zur Zeit der Klassik.

 

Bertrand Vernet de Marqueyssac lässt rund um den Adelssitz die ersten Terrassen anlegen.

 

Später lässt der Berufsoffizier Julien Bessiere für seine Ausritte die große Allee bauen und die Kapelle errichten.

 

1881 erbte der Gartenliebhaber Julien Cerval das Domizil und widmete sein Leben diesem Park und seiner Verschönerung.

 

 

Das heutige Schloss

 

ist ein gegen Ende des 18.Jahrhunderts kurz vor der französischen Revolution erbautes Lustschlösschen von bestechender Schönheit. Besichtigen kann man den Speisesaal mit Kachelofen, sowie das vollständig restaurierte Schlafzimmer mit einem Baldachinbett und einem Schreibtisch aus den Jahren um 1860.

  

Erst im Jahr 1997 wurde der Garten der Öffentlichkeit zugängig gemacht und ist heute einer der meistbesuchten Gärten des Périgord. Der Eintritt ist frei. Auf Hinweistafeln erfährt man Interessantes über Flora, Fauna und die Geschichte der Gärten und des Tals.

 

Auf Wunsch kann man zwischen April und September kostenfreie Führungen in Englischer oder Französischer Sprache erhalten, oder man kann alleine auf den über 6km schattigen Wegen wandeln und den unter Denkmalschutz stehenden Garten ausgiebig erkunden.

 

150.000 Buchsbäume, einige davon schon 100 Jahre alt, werden von den Gärtnern per Hand in Form geschnitten. Ein schneiden mit Maschinen würde die feinen Blätter qutschen und somit das Laub zum welken bringen. Neben den unglaublichsten Formen der Buchshecken findet man aber auch farbenprächtige Steingärten, schmale Wasserläufe, Freilichtbühnen und tolle Aussichtspunkte.

 

Zahlreiche Zierbäume wie Zypressen, Platanen, Ulmen, Judasbäume, Goldregen und Linden sind zu sehen. Die lilafarbenen neapolitanischen Alpenveilchen gehen auf die Zeit des Julien Cerval zurück.

 

Der 800 m vom Schloss entfernte Aussichtspunkt "Belvedere" hat eine Höhe von 192m und bietet von seinem großen Balkon eine herrliche Panoramasicht auf die sich im Tal windende Dordogne und reizende altertümliche Gebäude. Link er Hand, an die steilen Felsen gebaut, sehen wir den Ort La Roque Gageac.

 

 

Jeden Abend werden im Park 1000 Kerzen angezündet, welche die Gärten in ein romantisches Licht tauchen.

 

Text und Bilder (c)DTG-Media, Petra Gross

 

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