Sie sind hier: Touristik News / Reiseberichte / Perigord 2008 / Parks und Gärten 5
Donnerstag, 02. September 2010

Parks und Gärten - Seite 5

Wir begeben uns auf den Weg nach Toniac und besuchen das Chateau de Losse und seine Gärten

 

Die weitere Reise führt uns durch üppige Landschaften, vorbei an alten Herrenhäusern und Schlössern. Wir sehen reine unverbrauchte Bäche, klare Flüsse und atmen eine reine Luft weit ab touristischer Trampelpfade.

 

Die Zeit scheint mancher Orts stillzustehen, hier haben die Menschen noch Zeit füreinander.

 

Ein herrlicher Flecken Erde

 

der bereits in anderen Epochen als Paradies bezeichnet wurde. Périgord ist ein ursprüngliches Land im Einklang mit der Natur.

 

Für uns Großstadtmenschen ist eine solche Landschaft der ultimative Kick und somit Erholung pur für Körper, Geist und Seele.

 

Kaum eine halbe Stunde Autofahrt ist unser nächstes Ziel entfernt. Und doch reise ich minutenlang in Gedanken hoch zu Ross oder in einer stattlichen Kutsche durch diese ursprüngliche Landschaft.........

 

Ein breite Einfahrt führt direkt zum Parkplatz des Chateau de Losse

 

Die ursprünglichen Besitzer des Schloss Losse kamen aus Flandern und errichteten zuerst am Fluss eine Zitadelle. Sie schworen dem König von Frankreich die ewige Treue.

Uns empfängt heute Madame Jacqueline van der Schueren, ehemalige Besitzerin des Chateau de Losse.

 

Heute noch ist sie für die Schlossgärten verantwortlich und zeigt uns das Anwesen und Ihre Gärten nicht ohne eine mächtige Portion Stolz. Sie erklärt uns die Geschichte des Schloss und zeigt uns einige der Öffentlichkeit zugängigen Räume und „Ihre“ Gärten.

 

Bereits im 16.Jahrhundert entstand das Chateau de Losse auf einem Felsvorsprung über dem Fluss Vézère. Um das Schloss wurden hohe Mauern und an 3 Seiten ein Wehrgraben angelegt, die vierte Mauer schützt der Fluss.

 

Die ursprüngliche Zugbrücke ersetzte man im Laufe der Jahre durch eine feste gemauerte Brücke.1928 wurde das Schloss in die denkmalgeschützten Bauwerke Frankreichs aufgenommen. Das massive Torhaus ist das Größte seiner Art in ganz Frankreich.

 

Das Renaissance-Schloss von Losse umgibt ein Gartenlabyrinth mit wunderschönen Laubengängen. Es wurden zwei verschieden Gärten im Stil des 17. Jahrhundert angelegt. Wandelt man inmitten dieser Gärten von Spiersträuchern, Buchsbaum- und Buchenhecken wird man stets durch Lavendelduft und andere blumige Düfte betört.

 

“Lichtblicke“ auf das Schloss und seine farbenprächtigen Blumenbeete erhascht man immer wieder von den unterschiedlichsten Standorten des Garten.

 

Der zweite Garten fasziniert mit zwei durch einen schmalen Wasserkanal getrennte Rosmarin Beete. In der Zeit der Renaissance kamen Knotengärten in Mode und auch  wir können hier nun einen kleinen Knotengarten besichtigen. Buchsbüsche sind so angelegt das Sie an den sich kreuzenden Stellen in der Gestaltung wie Knoten aussehen.Typisch für die Bezeichnung Knotengarten sind Beete in Schachbrett- und Flechtgestaltung mit Buchs, Winterbohnenkraut, Heiligenkraut oder Gamander.

 

Irrgärten tragen übrigens auch die Bezeichnung Knotengärten.

 

 

 

Die Gartenanlage des Chateau de Losse zählt zu den „jardins remarquables“,

 

einem Markenzeichen für „Bemerkenswerte Gärten“. Es wurde 2004 vom Kulturministerium und dem Conseil national des Parcs et Jardins ins Leben gerufen.

 

Nicht nur alte denkmalgeschützte Gärten, auch neuere gepflegte Gärten die der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden (mindestens 4 Tage im Jahr) erhalten diese staatliche Auszeichnung, welche 5 Jahre Gültigkeit hat und danach erneuert oder widerrufen werden kann.

 

Verschiedene Punkte wie die Gestaltung der Zufahrt, auch botanischer und historischer Wert, sind Merkmale der Auswahlkriterien.

Zudem muss sich der Besitzer an einer landesweiten Veranstaltung beteiligen, er muss außerdem die Öffentlichkeit über den Garten informieren und das Schild mit dem Label am Gelände anbringen.

 

Text und Bilder (c)DTG-Media, Petra Gross

Lesen Sie bitte weiter auf der nächsten Seite

 Lesen Sie auf der vorherigen Seite