Sie sind hier: Touristik News / Reiseberichte / Perigord 2008 / Parks und Gärten 4
Donnerstag, 02. September 2010

Parks und Gärten Seite 4

Fahrt nach Salignac Eyvigues in das schwarze Périgord und Besuch der Gärten des Manoir d´Eyrignac

 
Wir betreten einen „Geheimgarten“, den Privatgarten einer Familie, die hier lebt und immer gelebt hat. Die Tore wurden erstmals 1987 für den Besucherverkehr geöffnet, nachdem der Garten in den zusätzlichen Bestand der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aufgenommen wurde. Hausherr Patrick Sermadiras, empfing uns zu einer ganz privaten Führung.

 

Die Geschichte des Gartens

 

Patrick Sermadiras erzählte uns die Geschichte der Entstehung des Garten, welcher ursprünglich schon im 18.Jahrhundert angelegt wurde.

 

Zwischendurch vernachlässigt und verwildert, wurden sie erst wieder im 19. Jahrhundert zu einem sehr romantischen Garten umgestaltet. Patricks Vater, Gilles Sermadiras de Pouzols de Lile hatte begonnen, unter schwierigen Umständen nach den Ursprüngen zu recherchieren um die schwierige Instandsetzung in die Wege zu leiten.

 

Sein Gedanke war, den Gärten Ihren ursprünglichen Charakter wiederzugeben.

 

 

Der Vater, Gilles Sermadiras de Pouzols de Lile, liebte Gärten

 

hatte aber keine Ahnung von Pflanzen und deren Pflege. Er überlies dann später die Neugestaltung seinem damals 18 jährigen Sohn Patrick.

 

Patrick Sermadiras hat mit der Neugestaltung des Familienareal in jahrelanger, zeitintensiver  Arbeiten einen wahren „Traumgarten“ realisiert und damit etwas unvergleichbar Schönes geschaffen!

 

Um an dieser Stelle einige der vielen sehenswerten Plätze aufzuzählen, beginnen wir mit der Weissbuchenallee. Es folgt eine Buchenallee voller Schönheit und von unvergleichbarer Anmut. Des weiteren ziert eine „Schlammallee“  den Garten, wobei das Holz des Taxus baccata wächst langsam, aber sehr alt werden. Es ist ein hartes und unverderbliches Holz und wurde früher zur Herstellung von Jagdbögen genutzt.

 

In der Nähe des Fischweiher und der Nebengebäude des Landhauses gibt es einen Papierbaum  zu entdecken, der ursprünglich aus China kommt. Die untere Schicht der Borke nutzt man in Asien zur Herstellung von Luxuspapier oder zur Herstellung edelster Textilfasern.

 

Der Chefgärtner Laurent Chabane hat all sein Wissen und Können in die Gärten des Eyrignac gelegt, man spürt und fühlt die Liebe zum Detail auf Schritt und Tritt. Eyrignac ist ein ganz besonderer, einmaliger und anziehender Ort.

 

Im Hof des Landhauses steht eine schon 200 Jahre alte Platane, welche bis zu 2000 Jahre alt werden kann. In der romanischen, heute noch immer geweihten Kapelle wurden alle Familienmitglieder getauft. So taufte man zuletzt im Juli 1998 den heute 10 jährigen Jungen Gilles, Sohn von Patrick Sermadiras.

 

Wir hatten die große Ehre und das Vergnügen während der Führung Patrick Sermadiras auf den Rasenwegen folgen, was normalerweise Gartenbesuchern durch Hinweistafeln untersagt ist.

 

Nach einer ebenso spannenden, wie interessanten Gartenführung wurde uns von unserem Gastgeber am Ruheplatz, im Hof des Landsitz, ein erfrischender Champagner Cocktail gereicht. Anschließend folgten wir der Einladung unseres Gastgeber in sein Haus, wo wir mit ihm gemeinsam das Mittagessen einnahmen.

 

Köstlich, vorzüglich diese Küche, ein Genuß! An dieser Stelle möchte ich noch einmal ein großes Lob an die Köchin des hauses aussprechen, welche sich sehr um das Wohlergehen der Gäste kümmerte!

 

Auch wenn dieser Privatgarten unter Denkmalschutz steht

so erhält er doch keinerlei Subventionen.

Alleine durch die Einnahmen der Eintrittsgeldern trägt jeder Besucher seinen persönlichen Teil dazu bei, diese unsagbare Schönheit auch künftig zu erhalten.

 
Gärten in solch einer Vollendung sind ein absoluter Luxus in der heutigen Zeit. Sie fordern von Ihrem Besitzer all das, was in unserer Zeit am kostbarsten geworden ist: Zuwendung, Zeit und Raum.

 

Unser großer Dank gilt Monsieur Patrick Sermadiras, Verwahrer des einzigartigen  und empfindsamen Vermögen von Eyrignac. Sein Lebenswerk ist ein Meisterwerk der Gartenkunst

 Text und Bilder (c)DTG-Media, Petra Gross

 

Bitte lesen Sie weiter auf der nächsten Seite

 Lesen Sie auf der vorherigen Seite