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Montag, 05. Januar 2009

Parks und Gärten der Region Périgord in Südwesten Frankreichs

Eine Reise zu geheimnisvollen Stätten und Städten, Schlössern, Parks und Gärten in die Region Périgord

 

Anreise: mit KLM von Frankfurt über Paris nach Bordaux

Périgord ist eine Region im Südwesten Frankreichs durch welche der 490 km lange Fluss Dordogne fließt.

Man spricht auch von der "Region Dordogne“. Bekannt ist Périgord durch das milde Klima, die erstklassige französische Küche und ihrem Reichtum an historischem Erbe.

Périgord war im mittelalterlichen Frankreich eine Grafschaft, bis sie durch Heinrich IV mit der französischen Krone vereint wurde.

Man unterscheidet innerhalb der Region nach dem "grüne Périgord" mit saftig grünen Wiesen und einer hügeligen Landschaft, dem " weißen Périgord" wegen der hellen Kalksteinfelsen, dem "schwarzen Périgord" mit den dunklen Eichen und den schwarzen Trüffeln und dem "purpurnen Périgord" mit dem roten Weinrebenlaub.

 

 

Gast beim Bürgermeister von Ribérac

 

Der kleine Ort Ribérac liegt im südwestfranzösischen „grünen Périgord“, dem hügeligen und grünen Landstrich dieser Region. Viele Jahre schon sind Ribérac und  die Deutsche Stadt Rietberg in Nordrhein-Westfalen, Gastgeber der Landesgartenschau 2008, befreundete Partnerstädte. Remy Terrienn, Bürgermeister von Ribérac und der Leiter des Kulturamtes Nicola Platon, empfingen uns im Hotel de Ville ( Rathaus).

 

 

Der Bürgermeister sprach von den Ursprüngen

und der Entstehung dieser freundschaftlichen Verbundenheit beider Partnerstädte und der daraus entsprungenen Idee, zur Landesgartenschau 2008 in Rietberg, einen typischen Garten des Périgord nachzubauen. In wochenlangen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten hatten Gärtnern viel Zeit und Liebe in ihr Handwerk investiert, um die Originalität der Gärten des Périgord auf einer nur kleinen Fläche der Landesgartenschau vorzustellen.

 

Die Geschichte der Städtepartnerschaften begann vor 25 Jahren, als sich zwei Pädagogen, einer aus Rietberg und ein Einheimischer, erstmals auf dem Campingplatz in Ribérac trafen. Dort entdeckte man in gemeinsamen Gesprächen die Liebe zu schönen Gärten und die Verbundenheit zur Natur. Nach ersten gegenseitigen Landesbesuchen entwickelte sich ein Schüleraustausch. Im Laufe der Jahre entstanden weitere sportliche, kulturelle und musikalische Freundschaften.

 

Bürgermeister Remy Terrienn erzählte uns voller Stolz von der gewachsenen Gartenkultur der Ortschaft Ribérac, welche heute die Auszeichnung „village fleuri“ trägt.

 

Bis heute wurde Ribérac mit zwei von vier möglichen erreichbaren Blumen- Labeln vom Conseil national des villes et villages fleuris ( Nationalrat der beblühmten Städte und Dörfer) ausgezeichnet.

 

Diese Auszeichnung muss sich eine Gemeinde über viele Jahre erarbeiten. Es werden nicht nur gepflegte Vorgärten und Blumenschmuck an den Fenstern von einem Komitee bewertet, es zählt vielmehr die Gesamtheit des Stadtbildes inklusive der Uferbepflanzungen am Fluss, den Grünstreifen an den Straßenrändern und die steten Aktivitäten der Einwohner im Umgang mit der Gartenkultur. Seit 1959 findet dieser Wettbewerb statt und er wird seit 1988 in enger Zusammenarbeit französischer Regionen, Gemeinden und Departments organisiert.

 

 

Vorsitzender des Verwaltungsrates des CNVV (Conseil national des villes et villages fleuris) ist der französische Staatssekretär für Tourismus Léon Bertrand. Weitere Staatsvertreter kommen aus den Ministerien für Landwirtschaft, Kultur, Umwelt und Fischerei. Regionale Vertreter der Organisation sind Landschaftsgärtner und Mitglieder von Organisationen des Fremdenverkehr.

 

Vergleichbar ist dieser Wettbewerb in etwa mit dem Deutschen Wettbewerb „unser Dorf hat Zukunft“. Die Sieger des Wettbewerbes werden in Frankreich mit dem Grand Prix gekürt, welcher mit Verleihung des Labels „villes et villages fleuris“ verbunden ist.

 

Text und Bilder (c) Divers Travel Guide, Petra Gross

 

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