Noord-Holland das Wasserland Westeuropas
Petra Gross DTG-Media, Bericht Noord-Holland Rundreise
Hoorn, eine verträumte Stadt mit Geschichte
Die einstige Handelsstadt fasziniert durch bedeutsame historische Bauten, sechs unterschiedlichsten Museen, dem Jachthafen mit modernster Ausstattung und nicht zuletzt mit rund 300 Baudenkmälern.
Freunde der Dampfeisenbahnen finden in Hoorn den Ausgangspunkt der bekannten Museums-Eisenbahn die zwischen Hoorn und der Stadt Medemblik noch heute Ihre Dienste leistet.
Zu besichtigen gibt es in Hoorn die alte Schleuse, den Hauptturm aus dem 17.Jahrhundert und die ehemaligen Käselagerhäuser. In unmittelbarer Umgebung des Hafens laden Restaurants und Cafes zum Verweilen ein.
Vom Hafen laufen wir in etwa 15 Minuten zu unserem Hotel ”Petit Nord”.
Es liegt inmitten der Altstadt am Ende der Haupteinkaufsstraße in Hoorn. “Petit” ist sicher auf die nur wenige Meter breite Hausfront zurückzuführen.
Das Hotel hat auf 3 Etagen verteilt 33 Zimmer. Die 3.Etage ist eine komplette Nichtraucher-Etage.
Abendessen im Eten En Zo
Das kleine Lokal war entgegengesetzt unseres Hotel gelegen, also liefen wir wieder zu Fuss zurück Richtung Hafen. Diesmal wählten wir eine Seitenstraße mit schönen Fotomotiven.
Das Eten En Zo in der “Kleine Oost 36 “ ist eine “hippe” Kneipe mit modernem Ambiente, einer hervorragenden Küche, einer gut sortierten Bar.
An den Wänden findet man moderne Kunstgemälde mit der Aufschrift ”We love to meat you” an den Fensterbänken sieht man in langen Reihen sitzend, gelbe Plastikenten. Karaoke im Fernsehen, in Holland ein “Muss”.
Auch am Dritten Tag erwartete uns wieder ein umfangreiches Programm
Martin wartet bereits vor dem Hotel auf uns. Unsere Noord-Holland Reise führte uns an diesem Morgen nach Medemblik, einem bekannten Zentrum für Segelwettkämpfe, im Nordosten der Provinz an der Küste des IJsselmeer. Von Medemblik sind von da nur etwa 65 km bis nach Amsterdam.
Bis Ende des 17.Jahrhunderts war dieser Ort ein wichtiges Handelszentrum. Neben der Landwirtschaft ist heute der Wassersporttourismus von großer Bedeutung. Medemblik ist ein historisches Hafenstädtchen mit dem ansprechenden Spa Regatta Zentrum.
Es trainieren sowohl Mannschaften Internationaler Segelwettbewerbe, als auch olympische Segelmannschaften. Man baute vor einigen Jahre ,der Beliebtheit und der Lage wegen, für 10 Millionen EURO ein neues Regattazentrum mit 600 modernster Liegeplätze für Jollen. Das neue Regattazentrum wurde 1999 eröffnet und bereits im ersten Jahr wurde täglich ein Liegeplatz verkauft, alle anderen Liegeplätze sind vermietet.
Die gesamte Hafentiefe beträgt 3,85m. 5-6 mal im Jahr finden Meisterschaften statt, so auch 24 Stunden- Turnier für größere Jachten. Der Yachthafen und die Innenstadt sind die beliebtesten Ziele der Touristen in dieser Gegend. Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt sind das Schloss Radbouud, die aus dem 16.Jahrhundert stammende Kirche St. Bonifatius, sowie eine Stadtwaage aus dem Jahr 1692 im Heimatmuseum und viele alte Häuser. Bekannt ist dieser Ort auch, durch die noch immer betriebene alte Dampflok und sein Dampfmaschinen Museum. Das IJsselmeer und die Waddenzee liegen in unmittelbarer Reichweite.
Weiter geht die Fahrt durch das flache Land nach Den Helder
Den Helder ist wie viele Städte Hollands eng mit dem Wasser verbunden. Es gibt 5 Häfen, viele Wassersportmöglichkeiten oder man besucht Den Helder einfach nur um die Ruhe zu genießen.
Napoleon errichtete im Herzen des Hafengebietes die alte Reichswerft “Willemsoord”.
Im Marinemuseum kann man ein U-Boot besichtigen, es istdie Geschichte der Seeschifffahrt umfangreich dokumentiert. “Landratten” finden etliche Flanier- und Shoppingmöglichkeiten in der Innenstadt von Den Helder. KInder werden sich über einen Besuch im berühmten Käthe Kruse- Puppenmuseum mit seiner umfangreichen Privatsammlung an Spielpuppen freuen.
Wir aber sind am Thema Wassersport interessiert und fahren weiter zum Hafen von Den Helder.
Millitärische Wachposten sichern das ganze Gebiet, da hier jede Menge Holländischer Kriegschiffe im Hafen liegen.
Die Tall Ship Races 2008
Viele Großsegler hatten auch in diesem Jahr, im August 2008, den Hafen von Den Helder ansteuern. Gut die Hälfte der Schiffe waren quergetakelte Schiffe der A- und B- Klasse. Fast alle Segelschulschiffe Europas waren zu diesem maritimen Spektakel eingetroffen. Für dieses Medienspektakel wurde der Kai des Nieuwediep in Den Helder 2008 komplett renoviert.
Am erst kürzlich renovierten “Natte Dok” der alten Reichswerft Willemsoord, welche inzwischen unter Denkmalschutz steht, hatten die Segelschiffe der Klassen A- und B angelegt.Mit rund 1500 Kadetten und jungen Seeleuten aus allen Ländern Europas bereitete man sich in Den Helder auf unvergessliches maritimes Spektakel vor.
Bereits am 20.August 2008, dem Vortag des ofiziellen Veranstaltungsbeginn, waren Hunderte schaulustiger Besucher angereist um diese herrlichen historischen Schiffe aus nächster Nähe zu bewundern. Die Veranstalter und Schiffseigner haben allerdings durch die zunehmend schärferen Bestimmungen und AUflagen zur Sicherheit der historischen Schiffe, schwerwiegende Auseinandersetzungen mit den zuständigen Behörden.
So bleibt zu befürchten das eines Tages, auf Grund strenger Sicherheitsreglements, keine historischen Schiffe (nicht auf aktuellen Standart nachzurüstende Schiffe) mehr auf unseren Meeren zu sehen sein werden.
zurück zu Seite 3 -::-
Weiter zur Startseite
(c) Quelle Text & Bild: Petra Gross - Onlinemagazin Touristik-News.com








