MS Europa, Reisebericht Kreuzfahrt
Ein Bericht von Gertrud E. Warnecke, Königstein im Taunus, DTG-Media - Kulturredaktion
Mit der schönsten Yacht der Welt ins Reich des Kondors ...
... eine Reise mit der MS Europa (Hapag Lloyd) „Von Buenos Aires nach Valparaiso“, nach Argentinien, Uruguay und Chile (vom 18.12.2008 bis 6.1.2009) - mit Stars wie Senta Berger, Mary Roos, Gino Castelli, dem fantastischen Bord-Orchester „Fifth Avenue“, der Sopranistin Juliane Banse, dem Dirigenten und Geiger Christoph Poppen ... und den hervorragenden Lektoren Dr. Eckhard Denker, Kai Schepp und Dr. Udo Schweitzer.
„Trudele durch die Welt, sie ist so schön“, sagte einst Kurt Tucholsky (1890-1935) ...
... und genau das haben wir getan. Während in „Good old Germany“ der Himmel grau und neblig war, sahen wir in Gedanken schon die Sonne vor Augen und freuten uns auf eine erlebnisreiche und wunderschöne Reise nach Argentinien, Uruguay und Chile.
Gespannt waren wir schon auf die inzwischen zum siebten Mal als bestes Luxusschiff der Welt ausgezeichnete MS Europa.Während die einen sagen, dass es zu vornehm und steif zugeht, loben die anderen die MS Europa sogar überschwenglich als ihr Schiff schlechthin. Zu letzteren bekennen wir uns nun auch!
Doch der Reihe nach:
Eine so fantastische Reise sollte auch entsprechend beginnen ... so nahmen wir den hervorragenden VIP-Service der Fraport AG in Anspruch, der nicht nur einem ausgewählten Personenkreis (Regierungsmitgliedern, Diplomaten, Schlüsselpersonen aus Wirtschaft und Wissenschaft), sondern auch Privatpersonen einen exklusiven Fluggast-Service anbietet.
Die persönliche Betreuung steht hierbei im Mittelpunkt - die erforderlichen Formalitäten werden reibungslos erledigt. So konnten wir uns im gemütlichen Loungebereich bei einem Drink entspannen, bis uns eine kompetente und sehr freundliche Mitarbeiterin abholte und direkt zum Flugzeug begleitete (275,-- Euro, die sich wirklich lohnen) - s. auch www.fraport.de/VIP-Services
Lufthansa "Business Class"
In der "Business Class" hingegen war nicht alles so, wie es angekündigt wird. Der Aussage der LUFTHANSA "Während des Fluges können sich die Gäste auf eine entspannte Reise freuen", stimmen wir voll zu - was den ruhigen Flug, die freundliche Crew - und den Sitz betrifft.
Auf Interkontinentalflügen ist der zwei Meter lange, flexibel einstellbare Schlafsitz mit eingebauter Massagefunktion sehr angenehm.
Das Essen hingegen war sehr dürftig.
Zwischen Mittag- und Abendessen lagen 8 Stunden. Letzteres wurde eine gute Stunde vor Ankunft in Buenos Aires serviert ... alles mußte sehr schnell gehen! Antwort auf unsere Nachfrage: "Das hat die Firma so vorgesehen."
Zwischendurch gab es Sandwiches, doch sie reichten nicht für alle. Antwort auf unsere Nachfrage: "Die Firma hat nicht genug geliefert." Auf dem Rückflug hingegen wurden wir besonders freundlich und aufmerksam betreut.
argentinische Nacht im edlen Hotel Caesar Park
Nach der ersten 'argentinischen Nacht' im edlen „Hotel Caesar Park, Buenos Aires“ standen am anderen Morgen die Busse bereit für eine Rundfahrt durch eine faszinierende, pulsierende Stadt mit 13 Millionen Einwohnern ... bei hochsommerlichen Temperaturen.
Buenos Aires, vor 100 Jahren eine der reichsten Städte der Welt, ist voller Denkmäler und gebaut wie ein Schachbrett.
Viele Familien haben ein Tier - meist einen Hund. Ab 9.00 Uhr in der Früh holen die sogenannten 'Hundeführer' (überwiegend Studenten) die Tiere ab und bringen sie nach ca. 3 Stunden wieder zurück. Damit stocken sie ihr Taschengeld auf. „Buenos Aires ist eine grüne Stadt“, betont unsere Reiseleiterin und ergänzt: „In Argentinien wird sehr viel gelesen, wir haben eine gebildete Mittelschicht ... und wir haben gerade 25 Jahre Demokratie gefeiert.“
Das Einwanderland Argentinien, mit insgesamt 37 Millionen Einwohnern (90% sind europäischer Abstammung), verfügt über gute Schulen (30% Privat).
Noch in der Nacht verlassen wir mit der MS Europa die leidenschaftliche Metropole Buenos Aires in Richtung Punta del Este (Uruguay) – und gehen an Land. Lateinamerikas teuerster und mondänster Badeort mit ca. 10.000 Einwohnern liegt auf einer Halbinsel, die direkt an der Mündung des Rio de la Plata in den Atlantik ragt. ... umgeben von 40 km feinsandigem Strand.
700.000 Touristen aus der ganzen Welt
Große Wellen fordern hier die Surfer heraus. In der dreimonatigen Hauptreisesaison von Mitte Dezember bis Mitte März verzehnfacht sich die Einwohnerzahl. Insgesamt besuchen jährlich zwischen 600.000 und 700.000 Touristen aus der ganzen Welt die Stadt, die wir noch in der Nacht verlassen.
Doch zuvor lädt Kapitän Hagen Damaschke zum Kapitäns-Empfang ein und stellt seine engsten Mitarbeiter vor, wie z.B. Kreuzfahrtdirektor Frank Meikofski, Hoteldirektor Hannes Salfelner, Küchenchef Stefan Wilke (war einige Jahre in der Schwarzwaldstube bei Harald Wohlfahrt) und Entertainment-Manager Heiner Dresen.
Insgesamt standen über sechs Galamenüs auf dem Programm ... eine Herausforderung für den Küchenchef und sein engagiertes Team mit 47 Köchen. Die beiden (zusätzlichen) italienischen und asiatischen Spezialitäten-Restaurants waren sehr beliebt und ständig ausgebucht.
Nach dem Abendessen fiel die Wahl schwer, denn geboten wurde viel ... zum Beispiel in der Europa Lounge, Clipper Lounge oder in der berühmten Sansibar, von der man sagt, sie sei die schönste Bar auf den Weltmeeren. Den Service insgesamt möchten wir an dieser Stelle ganz besonders loben – er war wirklich erstklassig!










