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Reisewarnung Mali - Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen
Mali: Stand 24.07.2009 (Unverändert gültig seit: 24.07.2009) - Dringende Sicherheitshinweise - Gefahr von Entführungen und Anschlägen
In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Al-Qaida im Maghreb (AQM) sucht derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Wirksame Gegenmaßnahmen gegen diese Terrorgruppe zeichnen sich nicht ab. Es ist, wie aktuelle Hinweise bestätigen, jederzeit mit weiteren Entführungen westlicher Staatsangehöriger zu rechnen. Gerade auch deutsche Staatsangehörige sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich ab.
Erhöhte Anschlagsrisiken bestehen für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren. Beachten Sie auch hierzu die landesspezifischen Sicherheitshinweise.
Die Sicherheitsrisiken für Reisende differieren von Land zu Land und sind regelmäßig selbst innerhalb eines Landes unterschiedlich zu bewerten. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher dringend, die landesspezifischen Sicherheitshinweise zu beachten.
Mitte Dezember 2008 waren zwei kanadische Diplomaten und am 22. Januar 2009 vier europäische Touristen in der Grenzregion Mali – Niger überfallen und von Al-Qaida (AQiM) als Geiseln in die nordmalische Wüste verschleppt worden. Ende April 2009 wurden vier dieser Geiseln freigelassen, eine Geisel jedoch Ende Mai von den Geiselnehmern ermordet. Die vierte Geisel wurde Anfang Juli freigelassen.
Am 10. Juni 2009 wurde ein hoher malischer Offizier in seinem Haus am Stadtrand von Timbuktu ermordet – offenbar von AQiM. Dieser Vorgang macht deutlich, dass der Aktionsradius des terroristischen Netzwerkes durchaus über die Wüstenregion im hohen Norden hinaus reicht.
Sicherheitshinweise/ Teilreisewarnung - Kriminalität
Vor Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Gebiete Malis , mit Ausnahme der Städte Timbuktu und Gao (per Flugzeug bzw. aus südlicher Richtung erreichbar), wird ausdrücklich gewarnt.
Die o.g. Gebiete befinden sich insbesondere: entlang der malisch-mauretanischen Grenze und weiter entlang des 15,5. Breitengrades bis nach Youvaru am Niger, dann nördlich und östlich des Niger-Flusses entlang der malisch-nigrischen Grenze bis zu den Grenzen von Mali mit Niger und Algerien.
Von Reisen in das Gebiet Nara-Nampala-Léré nahe der mauretanischen Grenze wird abgeraten.
Die Sicherheitslage im Norden Malis wird durch bewaffnete, grenzüberschreitend operierende Gruppierungen erheblich gefährdet. Es besteht die Gefahr bewaffneter Überfälle auch auf Reisegruppen. Jüngste, vor allem gegen die malische Armee gerichtete Anschläge deuten auf eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage hin.
Reisen über Land
Aufgrund der Instabilität in der benachbarten Côte d’Ivoire ist bei Reisen in der Region Sikasso – insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit – besondere Vorsicht geboten.
Generell wird von Überlandautofahrten bei Dunkelheit wegen des hohen damit verbundenen Unfallrisikos und der Gefahr von Überfällen abgeraten.
Im Innenstadtgebiet Bamakos sollte nach Mitternacht ein Auto oder ein Taxi benutzt werden. Unbeleuchtete Straßen sollten gemieden werden.

