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Nürburgring: Motorsport steht an erster Stelle - Automobil News
Motorsport Nachrichten: Der Motorsport in allen Facetten wird auch künftig die Hauptrolle am Nürburgring spielen. Fans und Fahrer, Veranstalter und Firmenkunden werden intensiv in die weitere Entwicklung einbezogen
Service, Qualität und die Bedürfnisse der Kunden stehen dabei im Fokus. Erster Schritt: keine Erhöhung der Preise für die Touristenfahrten auf der Nordschleife und auf der Grand-Prix-Strecke.
Geplant ist der Übergang des Nürburgring-Betriebes von einer mehrheitlich landeseigenen Gesellschaft in eine private Betreibergesellschaft unter der Leitung der Lindner Unternehmensgruppe, die bislang u.a. zwei Hotels und ein Feriendorf am Nürburgring betreibt.
Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am 2. Dezember während einer Pressekonferenz der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz präsentiert.
Im Fokus des Nürburgring-Betriebes wird auch weiterhin der Motorsport stehen – in all seinen Ausprägungen. Hierzu bekennt sich ausdrücklich der neue Geschäftsführer der
Nürburgring GmbH, Hans-Joachim Koch
Die Ziele und Maßnahmen der Geschäftsführung unter Hans-Joachim Koch sind dabei klar definiert und werden ab Jahresbeginn 2010 sukzessive umgesetzt:
• keine Preiserhöhung in 2010 bei den Touristenfahrten
• neue Abrechnungsmodelle mit Veranstaltern und gemeinsames Marketing
• ausgewogene Mischung aus Spitzen- und Breitensport, Fan- und Firmenveranstaltungen
• keine Kopplungsgeschäfte, sondern attraktive Pakete. die jeder Wiederverkäufer
nutzen kann
• Integration der regionalen Betriebe
• jeden Tag Touristenfahrten (Nordschleife und/oder Grand-Prix-Strecke)
Dahinter steht folgende strategische Grundausrichtung: Der Nürburgring ist auch nach
dem Ausbau kein „Freizeitpark mit Rennstrecke“. Sondern der Nürburgring ist und bleibt
die begehrteste und legendärste Rennstrecke der Welt, die nach der Erweiterung in
diesem Jahr über eine weltweit einmalige Infrastruktur verfügt. Diese ist für den Motorsport ebenso nutzbar wie für die touristische Vermarktung. Motorsport wird durch ein umgangreiches Rahmenprogramm attraktiver für Fahrer, Teams, Fans und Veranstalter.
Die Bedingungen dafür sind jetzt geschaffen. Und für die touristische Vermarktung macht
den Reiz der „Destination Nürburgring“ natürlich der mittlerweile mehr als 82-jährige
Mythos aus, den man nur vor Ort erleben kann. Auch unter der neuen Führung wird der
Geist des Nürburgrings lebendig gehalten und einem größeren Besucherkreis
erschlossen. Das gilt nicht nur für große Motorsportveranstaltungen. Gerade der
Breitensport und nicht zuletzt die vielen leidenschaftlichen Touristenfahrer auf der
Nordschleife haben den Nürburgring zu dem gemacht, was er heute ist. In diesem Bereich
wird man zukünftig gemeinsam mit Veranstaltern, Clubs und Interessensgruppen Vollgas
geben.
Hans-Joachim Koch ist dabei besonders der Dialog mit den unterschiedlichen
Interessensgruppen wichtig: „Es ist nur natürlich, dass eine Veränderung in der
Betriebsführung auch kurzfristige Unsicherheiten mit sich bringt. Unsere Aufgabe ist es
jetzt ganz genau zuzuhören, welche Wünsche und Ideen aber auch Sorgen an uns
herangetragen werden und diese dann gemeinsam umzusetzen oder zu entkräften.
Wir sind Europas Motorsport-Destination Nummer 1. Damit das auch künftig so bleibt, werden wir den eingeschlagenen Weg weitergehen, die Aufenthaltsqualität steigern und durch die Verknüpfung von alten und neuen Angeboten sowohl Veranstaltern als auch Besuchern Mehrwerte bieten.“
Auf der diesjährigen Essen Motor Show wurde das Motorsport-Programm 2010 bereits
gemeinsam mit Vertretern des ADAC Nordrhein und des ADAC Mittelrhein präsentiert. Die Zusammenarbeit wird weit über das bisherige Vermieten der Rennstrecke hinausgehen. Gemeinsame Vertriebs- und Marketingaktivitäten gehören ebenso dazu wie transparentere Abrechnungsmodelle und Erlösmodelle, die ein wirtschaftliches Handeln für alle Partner ermöglichen. Veranstalter und Rennstrecke sitzen sprichwörtlich im selben Boot.
„Deswegen wird z.B. auch die bereits geplante und angekündigte Erhöhung der Preise für Touristenfahrten zurückgenommen“, so Hans-Joachim Koch. „Der Mythos Nürburgring erschließt sich am besten als Fahrer oder Beifahrer auf der Nordschleife. Wir werden dieses Erlebnis auch weiterhin einem großen Kreis von Fans zu einem angemessenen Preis ermöglichen. Und warum Preise erhöhen, wenn sich weder Service noch Angebotsqualität verbessert haben? Sicherheit geht vor und muss permanent optimiert werden, aber das ist selbstverständlich und dafür werden auch immer investive Mittel zur Verfügung stehen.
Solange die Wetterverhältnisse es zulassen, sollen die so genannten Touristenfahrten verlässlich an jedem Tag im Jahr stattfinden, entweder auf der Nordschleife oder auf der Grand-Prix-Strecke.“
Die Mehreinnahmen für bereits in diesem Jahr verkaufte Nordschleifentickets für 2010 werden den Käufern in Form von Guthaben auf einer ring°card erstattet, diese wird in den nächsten Tagen versendet.


