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Freitag, 03. September 2010

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Gesundheitsministerium informiert zur Neuen Influenza ("Schweinegrippe")

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat heute (11. Juni) zur Pandemiebekämpfung die so genannte Phase 6 ausgerufen. Diese ist charakterisiert durch fortgesetzte Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des neuen Influenzavirus in einer zweiten der insgesamt sechs WHO-Regionen.

KIEL.  "Schleswig-Holstein ist gut vorbereitet. Die erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet", sagte Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht anlässlich der Höherstufung.

Die Maßnahmen, Aufgaben und Handlungsempfehlungen sind im von Bund und Ländern getragenen Nationalen Pandemieplan enthalten. Wie für die anderen Bundesländer auch gibt es für Schleswig-Holstein einen landesspezifischen Pandemieplan, auch Kommunen und Kliniken haben Pandemiepläne. Landesgesundheitsministerin Trauernicht hatte be-reits im April eine interministerielle Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Umsetzung des Pandemieplanes eingesetzt.

Mit dem Ausrufen der Phase 6 gibt es zwar keinen Automa-tismus bei den weiteren Aktivitäten, die bereits etablierten Maßnahmen und Krisenreak-tionsstrukturen werden aber bei Bedarf intensiviert und an die neue Situationen ange-passt. Zusätzlich einzuleitende Maßnahmen in Schleswig-Holstein sind nun:

*    Vorbereitung einer möglichen dezentralen Bereitstellung und Abgabe von antivira-len Medikamenten
*    Vorbereitung auf eine im Herbst eventuell erforderliche Impfaktion der Bevölke-rung im Fall einer pandemischen Entwicklung im Land
*    weitere Vorbereitung der regional erforderlichen medizinischen Versorgung, auch im ambulanten Bereich

Schleswig-Holstein hat für den Fall eines erhöhten Bedarfs antiviraler Mittel entspre-chende Vorräte angelegt. Das Kabinett hat in Abstimmung mit den norddeutschen Bundesländern einer stufenweisen Erhöhung der Bevorratung von antiviralen Mitteln auf eine Menge, die 20 % der Gesamtbevölkerungszahl abdeckt, bereits zugestimmt. Mit Ausrufung der Phase 6 wird ein interministerieller Leitungsstab die besondere Lage intensiv beobachten und erforderliche Entscheidungen zeitnah treffen und umsetzen.

Bisher konnte insbesondere durch die präventiven Maßnahmen des Öffentlichen Ge-sundheitsdienstes, die das Robert-Koch-Institut gemeinsam mit den Ländern erarbeitet hat, eine Ausbreitung der Erkrankung verhindert werden. Bisher wurde in Schleswig-Holstein die Erkrankung bei einem Kind nachgewiesen (Stand 11. Juni). "Wie bei anderen Infektionen auch, können einfache Hygienemaßnahmen helfen, um sich vor einer Ansteckung zu schützen.

Dazu gehört beispielsweise Händewaschen, ins-besondere bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei vielen Kontakten zu anderen - wie etwa in Schulen. Ein Grund zur Panik besteht nicht", so Trauernicht. Zu weiteren präventiven Maßnahmen gehört die rechtzeitige Erkennung von Fällen mit nachfolgender Therapie und Isolation sowie die Absonderung und gegebenenfalls Frühtherapie von Kontaktpersonen. Weitere Hygienemaßnahmen sind neben dem Händewaschen beispielsweise "in den Ärmel, statt in die Hand niesen", um eine mögliche Übertragung der Tröpfchen-Infektion beim Händeschütteln zu vermeiden.

Von: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie des Landes Schleswig-Holstein

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11.06.2009 16:51 Alter: 1 Jahre