Event News - Kaiserquartett in der Kaisermeile: Das „Augsburger Streichquartett“ bei „Die Fugger und die Musik” in Fuggerhäusern
Kultur Aktuell: Am Donnerstag, 9. Juli, 20 Uhr, trägt das „Augsburger Streichquartett“ Haydns sogenanntes „Kaiserquartett“ im passenden Ambiente vor: an der Augsburger „Kaisermeile“.
(Augsburg/pm). Das Konzert im Turnierhof der Fuggerhäuser an der Maximilianstraße wird vom Theater Augsburg veranstaltet. Es ist ein Programmpunkt des „Fugger-Sommerfestivals“, das im Rahmen der Reihe „Die Fugger und die Musik“ der Regio Augsburg Tourismus GmbH stattfindet.
Bild: Das „Augsburger Streichquartett“, v.l.: Ludwig Hornung, Harald Christian, Ludwig Schmalhofer und Hartmut Tröndle.Der Turnierhof ist einer der Innenhöfe der Fuggerhäuser an der Augsburger Maximilianstraße – einst die Zentrale des weltumspannenden Handels- und Banken-imperiums der Fugger. Der Turnierhof entstand, nachdem Jakob Fugger 1523 ein südlich angrenzendes Nachbaranwesen erworben hatte. Kaiser, Könige und Malerfürsten, Luther, Mozart und Michel de Montaigne waren in diesem Stadtpalast der Fugger zu Gast. Mit dem „Kaiserquartett“ in C-Dur, op. 76 Nr. 3, wählt das „Augsburger Streichquartett“ ein vom Titel her bestens zum Aufführungsort an der „Kaisermeile“ passendes Stück. Joseph Haydns Komposition von 1797 ist deshalb populär, weil die Melodie des 2. Satzes zur deutschen Nationalhymne wurde. In London hatte Haydn die englische Hymne „God save the King“ gehört und komponierte wenig später für sein Land eine eigene, die sehr schnell Verbreitung fand: „Gott erhalte Franz, den Kaiser“. Außerdem zu hören ist das Streichquartett in F-Dur, op. 18 Nr. 1, von Ludwig van Beethoven (1799), dessen zweiter Satz – das Adagio – von der Gruftszene aus Shakespeares „Romeo und Julia“ inspiriert sein soll. Das dritte Streichquartett, op. 12 in Es-Dur, wird „Quartett aus B.P.-Dur“ genannt. Die Initialen stehen für Betty Pistor. Die Berliner Nachbarstochter verehrte Felix Mendelssohn-Bartholdy, als er das Stücke im Jahr 1829 komponierte. Zur Besetzung des „Augsburger Streichquartetts“: Die vier Musiker haben alle an der Musikhochschule München studiert. Primarius Ludwig Hornung (Violine 1) kommt aus Dillingen und ist 2. Konzertmeister des Philharmonischen Orchesters der Stadt Augsburg. Harald Christian (Violine 2) ging in Temesvar/Rumänien zur Schule, studierte auch in Stuttgart und ist neben seiner Lehrtätigkeit für Geige an der Albert-Greiner-Sing- und Musik-Schule freischaffender Musiker. Ludwig Schmalhofer (Viola) ist Bratschist des Philharmonischen Orchesters Augsburg und Dozent am Leopold-Mozart-Zentrum – Zentrum für Musik und Musikpädagogik der Universität Augsburg. Hartmut Tröndle (Violoncello) studierte über München hinaus auch in Köln, erhielt 1978 den Kunstförderpreis Augsburgs und arbeitet gleichermaßen als Dozent am Leopold-Mozart-Zentrum.Das Konzert beginnt um 20 Uhr, der Eintritt pro Person beträgt 14 Euro (ermäßigt 10 Euro). Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Fürstenhalle der Fürst Fugger Privatbank, Maximilianstraße 38, statt. Karten beim Besucherservice des Theaters Augsburg, Telefon 08 21/3 24-49 00, sowie an der Abendkasse. Weitere Informationen bei der Regio Augsburg Tourismus GmbH, Telefon 08 21/5 02 07-35 oder im Internet unter www.augsburg-tourismus.de.


